Situation 2011:
Von den 43 Kindern zwischen 1 und 22 Jahren haben einige Kinder ihre Eltern unter den BewohnerInnen des Blindenhauses, die übrigen sind Straßenkinder sowie wirtschaftlich benachteiligte Kinder, die den Weg ins Blindenheim gefunden haben.
Bis auf eine Ausnahme können alle Kinder sehen.
Es herrscht eine familiäre Atmosphäre, die Kinder helfen den Blinden und werden im Gegenzug von diesen liebevoll betreut. Dadurch, dass die Häuser nur 200 m auseinander liegen, ist der Kontakt jederzeit möglich.
Das gemeinsame Essen findet nach wie vor im Blindenhaus statt.
Zwei von uns eingestellte Erzieherinnen übernehmen die pädagogische und psychologische Alltagsbetreuung
der Kinder.
Sie sind für die Regelung des normalen Tagesablaufes der Kinder verantwortlich, sowie für schulische Angelegenheiten und Behördengänge zuständig. Eine Hauswirtschaftshilfe unterstützt die Erzieher
im Alltag. Zwei Nachhilfelehrer helfen zusätzlich stundenweise bei den Hausaufgaben und beim Üben der
englischen Sprache .
Die Menschen, die dieses Kinderhaus betreuen sind Apu, der Sohn von Thomas, Rasemma und Rosaly, die Erzieherinnen Sie arbeiten eigentlich ehrenamtlich, aber auf unseren Wunsch hin erhalten sie eine finanzielle Zuwendung von zusammen ca. 250 € im Monat.
Der gesamte Lebensunterhalt für ein Kind im Kinderhaus beträgt umgerechnet ca. 20 € pro Monat, einschließlich Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und Schulbildung. Diese Summe hat sich innerhalb des letzten Jahres verdoppelt, da die Lebenshaltungskosten in Indien drastisch gestiegen sind.
Noch häufiger als im Enge Vidu- Kinderhaus werden viele unserer Kinder im Alter von 13, 14 Jahren von Verwandten wieder nach Hause geholt, damit sie mit ihrem Arbeitseinsatz zum Lebensunterhalt der Familie beitragen können. Wir sind zwar nicht glücklich über diesen Umstand, hoffen aber dennoch, dass die Kinder durch ihre Zeit im Loubra.Kinderhaus (ca. 4 bis 5 Jahre), viel gelernt haben, was ihnen in ihrem späteren Leben helfen wird. |