SPENDENAKTION - CORONA -

Liebe Mitglieder und liebe Freundinnen und Freunde von conAct,

 

wir wollen Euch hier über die aktuelle Situation der Menschen in unseren Projekten in Indien und Afrika berichten.

Die rasante Verbreitung und die damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen stellen für uns alle eine enorme Kraftanstrengung dar.

Leider müssen die Hilfebedürftigen und Ärmsten der Welt das schlimmste Leid und die meisten Kosten ertragen.

 

Situation in Indien

Seit ca. einer Woche ist in mehreren Bundesländern, unter anderem in Tamil Nadu eine absolute Ausgangssperre angeordnet worden. Schulen und Geschäfte sind geschlossen. Die Behörden und Regierungsstellen sind sehr spärlich mit Informationen, keiner weiß genaues über die Anzahl der Infizierten, geschweige denn der Verstorbenen. Statt die objektive Ursache für die Verbreitung zu nennen (in der globalisierten Welt nicht vermeidbar) werden Ressentiments gegen europäische und chinesische Touristen geschürt als Einschleppung der Corona-Viren.

Besonders die Verantwortlichen der Gesellschaft und Politik unterbinden diese Diffamierung nicht, sondern fördern diese erst.

 

 

Enga Veedu

Schon seit vorletzter Woche haben wir besondere hygienische Maßnahmen für die Kinder getroffen, zudem sind sie für hygienische Verhaltensweisen geschult worden.

Diese Woche mußten wir auf die sich zuspitzende Situation der Virenverbreitung sofort reagieren. Zum Glück zeigen keine unserer Kinder Symptome/ Anzeichen der Corona-Erkrankung.

Alle Eltern oder die Verwandten wurden von uns gebeten, die Kinder bis auf weiteres zu sich zu nehmen. Da die meisten Eltern /Verwandten aus ländlichen Regionen stammen, sind wir fest davon überzeugt, dass die Kinder dort vor der Verbreitung der Viren besser geschützt sind. Zudem kommt Ihnen zurzeit eine bessere Nahrungsmittelversorgung auf dem Land zu Gute. Jede Eltern/ Verwandten die die Kinder abgeholt haben, erhielten von uns eine ausreichende finanzielle Unterstützung, dazu mehrere Kilo Reis, Mehl, Dahl und Öl.

Die Kinder sind traurig, ihren gewohnten Alltag verlassen zu müssen und von der Gemeinschaft getrennt zu sein, auf der anderen Seite verstehen sie auch die Notwendigkeit.

Wir und die Kinder hoffen, dass sie bald wieder gesund zurückkommen können.

 


Die Loubra-Initiative

Hier leben ja ca. 200 schutzbedürftige Menschen (mit Handicap, Alte und Kranke, Kinder) in engen Räumen und vor allem unter hygienisch kritischen Umständen.

Wir haben letzte Woche verschiedene Maßnahme zur Prävention und Hygieneverbesserung getroffen. Trotz aller Maßnahmen … - wenn es zum Ausbruch der Krankheit bei Loubra kommen sollte, ist eine Verbreitung der Viren unaufhaltbar!


Der beste Schutz vor Ansteckung ist, dass wir die Personenzahl der BewohnerInnen stark reduzieren. Wir haben dies in vielen Gesprächen den Bewohnerinnen und Bewohnern deutlich gemacht. Das Beste wäre auch hier, wenn wir ausreichend Verwandte und Freunde auf dem Land finden könnten, die die Menschen von Loubra beherbergen. Selbstverständlich ünterstützen wir die Aufnehmenden mit großzügiger finanzieller Hilfe.

Diese Planung stellt sich sehr schwierig dar in der Umsetzung. Berechtigte Ängste der Verwandten und nicht vorhandene räumliche Kapazitäten sind u.a. verständliche Gründe. Dazu kommt, dass viele BewohnerInnen die eingespielte und vertraute Gemeinschaft nicht verlassen wollen, die ihnen die nötige Stabilität und Sicherheit im Alltag bietet. Besonders die Menschen mit Sehbehinderung und die Kranken, bzw. Alten haben große Ängste vor dieser Veränderung. Bis jetzt konnten wir daher nur ca. 20 Personen weiter vermitteln.


Wir haben in den letzten Tagen eine große Geldsumme nach Loubra transferiert und versuchen in der Kürze der Zeit ausreichende Nahrungsmittel für 2-4 Wochen zu organisieren. Die indischen Spender bleiben schon aus und die Arbeitsmöglichkeiten für die Loubra-BewohnerInnen bestehen auch nicht mehr, sodass unsere Kostenbeteiligung am Loubra-Haushalt nun sehr stark zunehmen muss.

 

Im Loubra gehören fast alle Menschen zur Risikogruppe! Wir hoffen inständig, dass es für sie nicht zu einer Katastrophe kommt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Loubra tun alles Erdenkliche dafür, dass die Menschen, die dort bleiben geschützt werden / bleiben.

 

 

Die Situation in Malawi

Nach offiziellen Angaben der Regierung hat die Verbreitung der Corona-Viren in diesem Land noch nicht stattgefunden. Trotzdem hat die Regierung mehrere Einschränkungen für den Schutz der Bevölkerung getroffen.

Wie immer in solchen Situationen werden Lebensmittel und Baumaterial immer teurer. Wir können noch nicht vorhersehen, welche Auswirkungen diese für unseren Bau des Mädchen-Hostels ‚Rainbow-Hostel‘ haben wird.

 

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